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2009 > Einsätze
Einsatz Feuerwehr Gößnitz
30.06.09; 22:41 Uhr
Gößnitz Ortsteil Hainichen Nr. 10 dort Wasser im Keller
Unter diesem Einsatzstichwort wurde die Feuerwehr Gößnitz alarmiert.
Auf Grund der Alarmierungszeit (wochentags, kurz nach halb 11 abends) ging man vorerst nur von einem "Wasserrohrbruch" aus, zu dem die Hilfe der Feuerwehr angefordert wurde.
Für diesen Abend und die Nachtstunden wurden zwar vom Wetterdienst für Ostthüringen heftige Gewitter vorhergesagt, doch in Gößnitz blieb alles ruhig, es hatte nicht einmal geregnet.
Als die ersten Einsatzkräfte kurze Zeit später am Einsatzort eintrafen bot sich ihnen auf den betroffenen Grundstücken ein ähnliches Bild wie zur "Jahrhundertflut" im August 2002.
Ein Grundstück in unmittelbarer Nähe des Teiches in Hainichen war von angestauten Wassermassen erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Verbindungsstraße Hainichen in Richtung Schönberg war überspült und nicht mehr passierbar. Über ein weiteres Grundstück suchte das Wasser aus dem Köthel-Bach seinen Weg ins Meerchen.
Sofort wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Beherzte Nachbarn und Anwohner unterstützten die Betroffenen
bereits noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit privaten Tauchpumpen und kämpften mit Schnee-Schaufeln gegen das Wasser an.
Nach kurzer Erkundung vor Ort wurden leistungsstarke Feuerwehrpumpen in den betroffenen Grundstücken
zum Einsatz gebracht, das Entfernen der Gully-Deckel sorgte für einen schnelleren Abfluß des Regenwassers.
Zeitgleich begann die Feuerwehr am Wehr des Köthel-Baches in Richtung Köthel mit der Beseitigung von angeschwemmten Ästen und Unrat. Nach ca. 3 Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
Kritisch an diesem Alarm und als Ratschlag für die Zukunft sei anzumerken, das der Einsatz auf ein heftiges Unwetter im Raum Schönberg/Tettau in Sachsen zurückzuführen ist. Eine Vorwarnung für die angrenzende Thüringer Gemeinde hätte eventuell den Schaden begrenzen können.